Die thailändische Kultur ist sehr stark vom Buddhismus geprägt wurden. Das bedingt nicht nur unter anderem den Respekt vor älteren Menschen sowie Höhergestellten, sondern auch im gesamten gesellschaftlichen Bereich einen höflichen und introvertierten Umgang. Dies zeigt sich auch beim Wai, dem traditionellen thailändischen Gruß. Hierfür legt man beide Handinnenflächen aneinander und führt diese vor die Brust oder vor das Gesicht verbunden mit einer leichten Verneigung. Der so gegrüßte erwidert nun seinerseits den Wai. Je nach sozialer Stellung und Bekanntheitsgrad untereinander gibt es unzählige Variationen des Wais. Man wird beispielsweise auch mit dem Wai begrüßt, wenn man ein Geschäft oder ein Restaurant betritt. Als Tourist kann man den Wai selbstverständlich auch gern erwidern, nur läuft man dabei schnell Gefahr, etwas zu übertreiben. Auch ein Lächeln oder ein internationales „Hello“ ist eine gebührende Erwiderung des Wai.
Auch die traditionelle thailändische Kunst und darin besonders die Architektur sind einzigartig in ihrer Form,
dem Detailreichtum und den verwendeten Motiven und Bildinhalten aus dem thailändischen Buddhismus.
Aus diesem Grund nahm auch die UNESCO im Jahr 1991 die Ruinenstädte Sukhothai Historical Park,
Kamphaeng Phet Historical Park und Si Satchanalai Historical Park sowie den Ayutthaya Historical
Park in ihre Liste schützenswerter Kulturdenkmäler auf. Ein Jahr später kam noch die Ban-Chiang-Ausgrabungsstätte hinzu,
die mit ihren zahlreichen Funden von Keramik und Knochen, belegt, dass dort bereits im 2. Jahrtausend v. Chr.
gesiedelt wurde und auch eine erste Hochkultur entstand.
Die verschiedenen Funde können in dem Museum unweit der Ausgrabungsstätte besichtigt werden.

Der Ayutthaya Historical Park umfasst die altes Stadt Ayutthaya, welche Mitte des 14. Jahrhunderts als Hauptstadt des siamesischen Königreiches vom König U Thong gegründet wurde. 1767 wurde sie durch die birmanische Armee eingenommen und fast vollständig zerstört. Noch heute erhalten geblieben sind die Palastanlage Wang Luang, sowie der Wat Phra Ram, ein vom König Ramesuan errichteter Tempel und die Wat Phra Sri Sanphet, das heutige Wahrzeichen von Ayutthaya mit seinen drei großen Chedis. Darüber hinaus befinden sich andere Tempel und kleinere aber nicht weniger eindrucksvolle Palastanlagen auf dem Gelände, welches einer Insel gleicht, wird es doch von Flussarmen umgrenzt, sodass die thailändische Kulturbehörde Fine Arts Department Mitte der 1950er Jahre begann, die einzelnen Stätten zu restaurieren und einen Kulturpark anzulegen. Auch außerhalb der Insel gibt es verschiedene Sehenswürdigkeiten wie weitere Wats, einen Elefanten-Kraal sowie eine 300 jährige katholische Kirche sowie Museen, in denen man mehr über die Geschichte der Orte und der dort regierenden Könige erfahren kann.